Jugendliche aus dem Barnim sind gefragt! Jetzt anmelden zur Demokratiewerkstatt und sich einmischen!

(Einladung des Kurt Löwenstein Hauses)
Am Sonnabend, den 16. Februar 2013, wird in der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein ein neuer Impuls für Jugendbeteiligung und Demokratie gesetzt: Jugendliche aus dem Landkreis Barnim werden gemeinsam mit engagierten Erwachsenen aus verschiedenen Vereinen, Lokalpolitikern, Jugendkoordinatoren und weiteren Aktiven gemeinsam klären, was im Landkreis angepackt werden muss. In einer Demokratiewerkstatt können alle Beteiligten gleichberechtigt ihre Anliegen einbringen und gemeinsam aushandeln, wie sie umgesetzt werden können – eine unbürokratische und lebendige Form von lokaler Beteiligung. Gefördert wird die Demokratiewerkstatt durch das Land Brandenburg. Die Landesregierung hat sich entschlossen, im Rahmen der Absenkung des Wahlalters bei der nächsten Landtagswahl 2014 die Initiative für mehr Jugendbeteiligung zu ergreifen und in diesem Rahmen über die Brandenburger Jugendbildungsstätten lokale Werkstätten für Demokratie durchzuführen. Im Landkreis Barnim organisiert die Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein die Veranstaltung. Die Bürgerstiftung Barnim Uckermark unterstützt das Anliegen.

Die Demokratiewerkstatt beginnt für die jugendlichen Teilnehmenden am Freitag, den 15.02.2013 um 17 Uhr und endet am Sonntag, den 17.02.2013 gegen 13 Uhr. Sie findet in der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein in Werftpfuhl/Werneuchen statt. Der Kostenbeitrag, der unter Anderem die Übernachtung und das Essen beinhaltet, liegt bei 7 €.

 

Erfolgreiche erste Sitzung im Jahr 2013

Die Barnimer Jusos haben eine erfolgreiche erste Sitzung im Jahr 2013 hinter sich. Es wurde u.a. ein Terminplan für das (Wahl)Jahr 2013 beschlossen. In 2013 soll es wieder zwahlreiche Aktionen darunter auch wieder ein Fußballturnier in Wandlitz und Aktionen für Asylbewerber geben. natürlich kommt auch der Wahlkampf für die SPD Kandidaten Olaf Mangold und Stefan Zierke nicht zu kurz. Außerdem wurden Anträge zur Landesdelegiertenkonferenz der Jusos Brandenburg beschlossen: so wollen sich die Barnimer Jusos für bessere Bedingungen im Abitur und eine 0,0 Promillegrenze im Straßenverkehr einsetzen.
 

Bernauer Erklärung des Netzwerks für Tolerenz und Weltoffenheit

Gemeinsam für Toleranz und Courage in Bernau - für ein Klima ohne Gewalt

In Bernau mehren sich in den letzten Wochen die Zeichen rechter Gewalttaten, denen wir mit Entschlossenheit entgegentreten müssen. Dazu bitten wir alle Bernauerinnen und Bernauer um ihre Aufmerksamkeit und ihr Mitwirken.
Bereits seit geraumer Zeit haben Aktivitäten von Neonazis, wie das Verteilen von Flugblättern oder das Organisieren von Infoständen, sowie die Anzahl der von ihnen begangenen Gewalttaten zugenommen. So gab es im Vorjahr einen Angriff auf die jüdische Gemeinde in Bernau, bei dem eine Scheibe zerstört und Hakenkreuze aufgeschmiert wurden, oder auch auf die Linkspartei, deren Plakate zerstört wurden.
Der alternative Jugendtreff DOSTO wurde in diesem Jahr zwischen Juni und August viermal von Nazis angegriffen. Beim Hussitenfest im Juni kam es zu verbalen und tätlichen Angriffen auf den Stand des DOSTOs, dessen Aktive und Besucher_innen.
Bei weiteren Angriffen im Juli und August direkt auf den Jugendtreff wurden Autos und Materialien des DOSTOs beschädigt.
Die Visitenkarte hatten die Täter gleich hinterlassen. Hunderte Flugblätter der neonazistischen NPD wurden vor dem Eingang des Jugendklubs und auf dem Kulturhof verstreut. In allen vier Fällen wurde Anzeige gegen die Angreifer erstattet.
Wir wollen nicht, dass es in Bernau zu einer organisierten Naziszene kommt, die vor Gewaltanwendung nicht zurückschreckt. Nicht erst seit der Mordserie der NSU-Nazis müssen solche Drohungen ernst genommen und als Gefahr für Personen sowie als Gefährdung des demokratischen Charakters unserer Gesellschaft gewertet werden.
Lassen Sie uns mit bürgerschaftlichem Engagement gemeinsam aktiv werden und entschlossen gegen neonazistisches Gedankengut und Handeln eintreten.
Wehren wir den Anfängen ? auch in Bernau!
Bernau, im September und Oktober 2012

Unterzeichnende (bitte nur Vereinigungen, Einrichtungen, Gruppen usw.,
keine Einzelpersonen) bitten wir um Rückmeldung bis spätestens
31. Oktober 2012 an:
Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit Bernau
Breitscheidstr. 43 a (Kulturhof)
16321 Bernau
oder e-mail: netzwerk.toleranz@web.de

Freiräume in Eberswalde

von Florian Görner

In Eberswalde nimmt derzeit eine Freirauminitiative immer mehr Gestalt an. Sie hat es geschafft, sich in der Eisenbahnstraße in Eberswalde ein größeres Ladenlokal im Eberswalder Medienhaus (ehemals Bastelladen neben Medieneck) vorläufig zu sichern. In diesem Ladenlokal sollen im Mai täglich Aktionen stattfinden, die von interessierten und aktiven Menschen organisiert werden. Auf einer Auftaktveranstaltung fanden sich bereits ca. 40 Personen, die eigene Ideen für die Nutzung des neuen Freiraumes mitbrachten. Dabei war es wieder erstaunlich zu sehen, wie viele kreative und engagierte Köpfe es in Eberswalde gibt. Die Ideen reichten von Ausstellungen, Theater, Konzerten und Workshops, über eine Volksküche bis hin zu politischen Diskussionsrunden und spirituellen Heilkreisen. Gestern trafen sich die Aktiven bereits zum zweiten Mal und die ersten konkrete Arbeitsschritte für die künftigen Aktionen werden besprochen. Wenn nur ein viertel dessen umgesetzt wird ist Eberswalde um viele interessante Termine reicher.

Solche Initiativen sind sehr wichtig damit Eberwalde eine interessante und lebenswerte Stadt ist die ihren Bewohnern auch Freie Räume, jenseits von kommerziellen Angeboten, gibt.

Näheres findet ihr hier: freiraum-eberswalde.de

Fachkonferenz Zukunft der Verwaltung

Florian Görner war heute auf der Fachkonferenz Zukunft von Kommunen und Verwaltung anwesend, die neben anderen Fachkonferenzen, im Rahmen der Brandenburg2030 Debatte veranstaltet wird. Die Veranstaltung war sehr gut besucht und inhaltlich auf hohem Niveau. Florian, der gleichzeitig Gemeindevertreter der kleinen amtsangehörigen Gemeinde Breydin ist, machte in den Workshops seinen Standpunkt zur zukünftigen Gemeindegebietsreform klar: "Zusammenlegung von kleineren Gemeinden ist unumgänglich, aber bitte nur dann, wenn die daraus entstehenden Ortsteile über starke Ortsbeiräte und starke Ortsvorsteher_innen verfügen, die wirkliche Mitentscheidungsrechte in der neuen Großgemeinde haben. Die Regelungen in der Brandenburgischen Kommunalverfassung sehen derzeit nur Anhörungsrechte und begrenzte Mitenscheidungsrechte vor. Jede Entscheidung kann dabei auch noch von der Gemeindevertretung kassiert werden. Es geht bei der Debatte also nicht um effizienter zu machende Verwaltungen, mangelnde Identität der Bürger_innen mit der neu entstandenen Gemeinde oder zu weite Wege zum Rathaus. Das sind nicht die eigentlichen Probleme. Es geht vielmehr um die Demokratie vor Ort und die Möglichkeit für die Menschen, ihre gemeindlichen Angelegenheiten selber zu regeln.

Junge Menschen diskutieren "Brandenburg2030"

Die Jusos Brandenburg haben vom 03. bis 05. Februar ein Klausurwochenende zum "Brandenburg 2030"-Papier der Brandenburger Sozialdemokratie veranstaltet. In Arbeitsgruppen diskutierten Junge Menschen über ihre Vorstellungen, wie sie sich Brandenburg im Jahr 2030 in den Bereichen "Gesellschaft und Soziales", "Wirtschaft, Arbeit, Umwelt," "Bildung und Wissenschaft" und Regionen" vorstellen. Unsere Ideen werden Ende März, ein weiteres Mal auf der Landesdelegiertenkonferenz in Werneuchen diskutiert und dann als Änderungsanträge zum 2030-Papier, beim Landesparteitag der SPD im September eingereicht. Enthalten sind u.a. Ideen für eine intelligente Kreisgebietsreform, einer Neuausrichtung des Verfassungschutzes und unsere Vorstellungen für eine bessere Bildung und Wissenschaft. Beim Juso Landesausschuss im Anschluss, wurde u.a. finanzielle Unterstützung für die Demonstranten bei Dresden Nazifrei beschlossen.

Kampagnenstart „Für Brandenburg ohne Neonazis“

Die jüngsten Ereignisse um die Neonazi-Zelle „NSU“, die zuletzt gezeigten Aktivitäten der NPD (Demos, Bundesparteitag in Neuruppin am 12.11.2011) und Freier Kameradschaften in Brandenburg nimmt der Juso-Landesverband Brandenburg zum Anlass, am 27. Januar 2012 (Gedenktag für die Holocaust-Opfer) eine neue Kampagne gegen rechtsextremistisches Gedankengut zu starten.

Durch Postkarten und Aufkleber mit verschiedenen Motiven, die Einrichtung einer Homepage (www.fuer-brandenburg-ohne-neonazis.de – ab Freitagvormittag online) mit Hintergrundinformationen und entsprechenden öffentlichkeitswirksamen Verteil-Aktionen wird auf vermehrte Aktivitäten von Nazis in Brandenburg hingewiesen. So sind beispielsweise neben der Großdemonstration der Nazis am 18. Februar in Dresden im Frühjahr wohl u.a. Aufmärsche in Cottbus, Frankfurt / Oder und Wittstock geplant.

Über die neue Homepage sollen Informationen zu Aktivitäten der Neonazis gesammelt und Ankündigungen über Gegenbewegungen und Protestaktionen verbreitet werden. „Die Internetseite versteht sich vor allem als ‘Wegweiser' zu bereits bestehenden Initiativen, Aktionsbündnissen und PartnerInnen im Land Brandenburg. Dadurch sollen zivilgesellschaftliche Kräfte und Akteure in der Koordination ihrer Aktivitäten unterstützt und eine Plattform zum gemeinsamen Austausch über Aktionen und Veranstaltungen geschaffen werden“ so der Landesvorsitzende der Jusos, Nico Ruhle. Zwar werde die Internetseite von den Jusos Brandenburg betrieben, sie solle aber nicht vordergründig der Verbreitung eigener Auffassungen dienen, so Ruhle weiter.

Die umfangreiche Linksammlung zu anderen Initiativen, Bündnissen und Institutionen, die sich gegen Rassismus und Faschismus engagieren, wird ergänzt durch ein breites Spektrum an Hintergrundinformationen. „Wir weisent z.B. auf Studien und Einschätzungen von Experten hin, die sich mit dem Phänomen rechtsextremistischen Gedankenguts auseinandersetzen. Außerdem wird auf wichtige Termine für Veranstaltungen und Demos im ganzen Land hinweisen. Die Internetseite ermöglicht, mit geringem Aufwand ein Maximum an Informationen rund um das Thema Rechtsextremismus in Brandenburg zu erhalten“, so der Landesgeschäftsführer der Jusos Martin Seiffert.

Infoveranstaltung Dresden Nazifrei

Am kommenden Mittwoch, dem 1.2., findet ab 19:00 Uhr im Studentenclub Eberswalde eine
Infoveranstaltung zu den diesjährigen Gegenprotesten gegen die
Naziaufmärsche am 13. Februar und/oder 18. Februar in Dresden statt. Dort gibt es
aktuelle Infos über die genauen Aktionen, wann und wo etwas stattfindet.
Außerdem veranstalten wir einen einen Busticketverkauf. Die Tickets nach Dresden für unseren Bus am 18.02. kosten
5,00€, Soli-Preis 10,00€ incl. Hin-und Rückfahrt. Genaue Abfahrtszeiten und Informationen zum Bus aus Eberswalde erhaltet ihr dann dort. Eine gemeinsame Anfahrt am
13.02., um den Fackelmarsch der Nazis auf zu halten, wird auch organisiert.
Genauere Infos über die Naziaufmärsche und die Gegenproteste könnt ihr
auch hier nachlesen.